(Turdus pilaris)

Grösse 22 - 27 cm  
Gewicht 80 - 140 g  
Gelege 1 (2) Gelege à 5 - 6 Eier  
Zugverhalten Teilzieher  

Letzte Änderung am Freitag, 4. Mai 2012

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Die Wacholderdrossel, im deutsprachigen Raum auch Krammetsvogel (von Krammet für Wacholder) oder Krummetvogel genannt, ist Anfangs des 20.-Jahrhunderts von Nordosten in die Schweiz eingewandert. In der Schweiz ist sie heute weit verbreitet und kommt in grosser Zahl vor, einzig im Tessin kommt sie nur vereinzelt vor.

Sie ist an ihrem bunten Gefieder leicht zu erkennen. Gegenüber dem blaugrauen Kopf- und Nackengefieder sind beim Männchen Oberrücken und Schultern dunkel kastanienrot gefärbt. Typisch sind auch der schwarze Schwanz und die braungelbe, dreieckig gezeichnete Vorderbrust. Im Fluge leuchten die Flügelunterseiten weiß auf. Die Färbung der Weibchen ist weniger kontrastreich und allgemein grauer.

Die Wacholderdrosseln brüten gerne in Kolonien und auf einem Baum können durchaus mehrere Nester angelegt werden. Der Nestbau und das Brüten ist allein Sache vom Weibchen, die Jungen werden aber vom Weibchen und vom Männchen aufgezogen.
Das Nest bildet einen ziemlich grossen unordentlichen Napf aus Gras, Moos, Reisig und Wurzeln, das Ganze wird mit viel Lehm versteift.
Auffällig ist das soziale Verhalten der Vögel am Brutplatz. Bei einer Störung entsteht in einer gut besetzten Kolonie ein unbeschreiblicher Lärm. Gegenüber Nesträubern wird gemeinsam verteidigt; selbst auf Krähen, Weihen und Bussarde erfolgen regelrechte Angriffe. Diese werden gelegentlich mit Kot attackiert. Dass diese Abwehrtaktik sehr erfolgreich ist, zeigt sich dadurch, dass Greifvögel gefunden worden sind, deren Gefieder so mit Kot verschmiert war, dass sie nicht mehr fliegen konnten.

Sie ernähren sich im Sommer hauptsächlich von Insekten und Würmern und im Winter von Beeren. Dabei ist aber nicht so, dass wie ihr Name vermuten lässt, sie Wacholderbeeren fressen, im Gegenteil sie bevorzugt die Früchte der Vogelbeere, des Weissdorns oder des Sanddorns.